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Die Betriebsveräußerung war keine Option – Nachfolger Benjamin Küsters – Episode #009

Eine Betriebsveräußerung, kann bedeuten, dass eine Familientradition zu Ende geht.

Benjamin Küsters dachte zunächst, er solle die Unternehmensübergabe als Familienmitglied nur begleiten. Als der große Bruder und eine gemeinsame Weiterführung des Betriebes zusammen mit der eigenen Schwester keine Lösung darstellten, hing es an ihm.

Ein fließender Übergang, eine offene Kommunikation im Betrieb und der Rückhalt der eigenen Familie, verhalfen so der Unternehmensnachfolge zum Erfolg.

Betriebsveräußerung: Die Highlights aus Episode #009 mit Benjamin Küsters

1:20 Vorstellung Benjamin Küsters, Sohn und Nachfolger des Unternehmers Werner Küsters, der das Unternehmen Gartenhof Küsters 2012 übernommen hat.

3:30 Benjamin Küsters stammt aus einer Garten- und Landschaftsbau Familie, in der die Geschwister ebenfalls als potenzielle Nachfolger in Frage kamen.

4:35 Zunächst ist er selbst davon ausgegangen, dass die älteren Geschwister den Betrieb übernehmen würden. Somit ergaben sich nach der Ausbildung neue Wege in Richtung Politik und Wirtschaft.

8:00 Nach einigen Umwegen wurde dann das Thema Nachfolge doch relevant.

8:50 Alle drei Kinder sollten am Prozess und der Entscheidung für die Nachfolge beteiligt werden. Denn eine Betriebsveräußerung war keine Option. Die Firma sollte weiter bestehen.

9:00 Die erste Idee war dann, die Nachfolge zusammen mit der älteren Schwester anzutreten. Jedoch konnte keine Einigung mit der Schwester gefunden werden – zum vollen Verständnis von Benjamin Küsters.

15:00 Die Übergangsphase gestaltete sich fließend, sodass Benjamin Küsters langsam ins Unternehmen hinein finden konnte. Auch die Mitarbeiter konnten sich auf diese Art an den zukünftigen Unternehmensnachfolger gewöhnen.

19:00 Die zukünftige Übergabe des Betriebs wurde frühzeitig und offen im Unternehmen kommuniziert. Benjamin Küsters schätzt dies als besonders wichtig ein, um eventuelles Konfliktpotenzial vermeiden zu können.

20:35 Vater und Sohn sind nicht immer einer Meinung. Jedoch sind sich beide einig, dass die Entwicklung des Unternehmens immer im Vordergrund stehen sollte.

21:35 Als Nachfolger möchte man zwar insgesamt keine Fehler machen, aber dies gehört dazu, um eben daraus lernen zu können.

23:35 Bei Unsicherheiten sucht der neue Geschäftsführer das Gespräch mit den eigenen Mitarbeitern, um nach Lösungen zu suchen.

24:50 Besonders bei familieninternen Nachfolgen ist es nicht immer ganz leicht, dem Sohn oder der Tochter den nötigen Freiraum zu geben, um in die Verantwortung hineinwachsen zu können.

26:30 Eine mögliche Lösung kann ein abgesteckter Verantwortungsbereich sein, in dem sich der Nachfolger „austoben“ kann, um Erfahrungen zu sammeln.

28:50 Als Unternehmer ist es wichtig, darauf zu achten, nicht unersetzlich für das Unternehmen zu werden.

30:00 Die Arbeitszeit als neuer Geschäftsführer wird von Benjamin Küsters als moderat empfunden. Es gibt sowohl intensive, als auch weniger intensive Zeiten.

30:50 Das Unternehmersein ist Benjamin Küsters sehr wichtig, aber die Familie und die eigenen Interessen dürfen dabei nicht zu kurz kommen.

35:40 Die Zeit der Übergabe war intensiv, jedoch ist die Verantwortung gegenüber Frau und Kindern sowie der Firma nie zu viel geworden. Denn Benjamin Küsters konnte mit der Zeit an seinen Aufgaben wachsen.

38:08 TIPP für Unternehmer und Nachfolger: Versuchen durch die Brille des anderen zu schauen – Verständnis für beide Seiten haben – besonders auch gegenüber dem Unternehmer, der das Unternehmen mit Herzblut aufgebaut hat.

40:00 Benjamin Küsters wünscht sich, dass sein Vater noch lange Zeit Teil des Unternehmens bleiben wird.

41:00 Auch der externe Nachfolger sollte versuchen viel Vertrauen zum Unternehmer aufzubauen. Vertrauen gilt als Basis, um gemeinsam die Unternehmensnachfolge möglichst erfolgreich zu bewältigen, so dass die Betriebsveräußerung für beide Seiten von Erfolg gekrönt ist. 

43:25 Der Nachfolger sollte stets respektvoll in der Kommunikation mit dem Altunternehmer agieren und die Motive des anderen hinterfragen: Warum hat der Unternehmer diese Wertvorstellung? Wie kann man aufeinander zugehen?

45:25 Die Entscheidung von Benjamin Küsters letztendlich eine Nachfolge zu vollziehen, basierte insbesondere darauf, dass der Betrieb ohne seine Zusage hätte verkauft werden müssen. Der Verkauf war für ihn jedoch keine akzeptable Option.

50:00 Abschluss Kommentar von Danilo Manca und Prof. Dr. Holger Wassermann.

Haben Sie Fragen an den Gast oder zur Nachfolge? Nutzen Sie unser Kontaktformular/kontakt/

Webseite Gartenhof Küsters: http://www.gartenhof-kuesters.de/