Episode #013: Wie Christian Geyer erfolgreich in die familieninterne Nachfolge einsteigen konnte

Aus Fehlern lernen wir. Fehler zuzulassen ist ebenfalls wichtig, aber auch oft ein schwieriges Thema bei der familieninternen Nachfolge. Christian Geyer bekam deswegen zur Vorbereitung der Betriebsübernahme ein eigenes Firmenprojekt, um Fehler machen und Verantwortung übernehmen zu dürfen. So konnte er sein unternehmerisches Können unter Beweis stellen.

Die Highlights aus Episode #013 mit Christian Geyer

3:10 Weder die Eltern noch Christian Geyer selbst hatte das Ziel das Unternehmen eines Tages zu übernehmen. So zog es den Sohn zunächst ins Studium zur Luft und Raumfahrt.

4:25 Bzgl. der familieninternen Nachfolge empfiehlt Hr. Geyer den Unternehmern, dass der Erwartungsdruck gegenüber den eigenen Kindern nicht zu groß sein sollte. Somit entwickelte sich die Entscheidung für die Unternehmensnachfolge bei Christian Geyer von ganz allein.

5:20 Das Unternehmen wurde nach der Wende gegründet. Christian Geyer durfte schon als Jugendlicher mit unterstützen und hat das Unternehmen stets positiv in der Familie wahrgenommen.

7:00 Die Familie ist trotz des zügigen Unternehmenswachstums nie zu kurz gekommen.

8:30 Menschen lernen aus ihren eigenen Fehlern am meisten. Christian Geyer hat mit dem Einstieg in das Familienunternehmen ein eigenes Projekt bekommen, in dem er alles selber gestalten, Verantwortung übernehmen und aus seinen Fehlern lernen durfte. Dies war ein wesentlicher Grund für den Erfolg der familieninternen Nachfolge. Das Projekt hat sich zur Geschäftseinheit etabliert und generiert heute noch sechsstellige Umsatzzahlen im Unternehmen.

10:30 Prof. Dr. Wassermann erzählt von einem ähnlichen Beispiel, indem ebenfalls die familieninterne Nachfolge durch die Gründung einer Tochtergesellschaft erfolgreich durchgeführt werden konnte.

11:50 Die größten Herausforderungen für Christian Geyer waren die Entwicklung des eigenen Führungsstils, die strategische Umstrukturierung und die bei der Übergabe aufkommenden Emotionen zwischen Eltern und Kind. Die Beziehung zu seinen Eltern stand jedoch immer über den objektiven Dingen der Firmenübernahme.

15:00 Die Firma ist immer Bestandteil der Familie. Eine Trennung ist schwierig, aber auch aus Sicht von Christian Geyer gar nicht nötig.

16:00 Bei den „Jungen Unternehmern“ ist die familieninterne Nachfolge immer ein relevantes Thema. Besonders bei Unternehmen, die nach der Wende in den neuen Bundesländern gegründet wurden ist dies ein aktuelles Thema. Nach knapp 30 Jahren Mauerfall steht hier nun erstmalig ein Generationswechsel an. Daher besteht hier aktuell mehr Handlungsbedarf und Austausch als in den alten Bundesländern, wo die Nachfolge bereits über mehrere Generationen geübt werden konnte.

18:50 Die große Welle der Gründungen nach der Wende stellt den Mittelstand in östlichen Regionen Deutschlands vor eine große Herausforderung in Sachen Nachfolge. Diese Aufgabe gilt es zu meistern, denn das ist die Grundlage damit sich die Region der neuen Bundesländer im Mittelstand langfristig weiterentwickeln kann.

21:54 Die neuen Nachfolger, die ein Unternehmen tatsächlich weiterführen möchten müssen aufgebaut und gestärkt werden, damit die Entwicklung des Mittelstandes nicht durch strategische Aufkäufe geschwächt wird.

26:15 Mit der Durchführung der Nachfolge hat sich bei der TAS AG viel geändert. Hier war es besonders wichtig diesen Prozess zusammen mit den Mitarbeitern zu gehen und respektvoll zu etablieren, damit sich auch Mitarbeiter, die schon lange im Unternehmen sind schrittweise an Veränderungen gewöhnen können.

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Die TAS AG gehört zu einer der führenden Anbieter für Firmen- und Telekommunikation. Das Unternehmen ist ansässig in Leipzig und beschäftigt heute ca. 500 Mitarbeiter. Bei Übernahme des Unternehmens waren 350 Mitarbeiter beschäftigt. 2016 hat die TAS AG den großen Preis des Mittelstands gewonnen.

Christian Geyer engagiert sich bei den jungen Unternehmern und ist dort Landesvorsitzender für Sachsen und Thüringen.

Webseite der TAS AG aus Leipzig: http://tasag.de/