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6 Faktoren, die bei einem Firmenkauf beachtet werden sollten

Letzte Aktualisierung des Artikels am 26. März 2021 von Danilo Manca

Zwei Geschäftsmänner stehen sich gegenüber, um eine Firma kaufen kaufen bzw. Firmenkauf zu besprechen

Tendieren Sie zu einem Firmenkauf anstatt zu gründen?

Sie wissen, dass unternehmerisch denken und handeln Ihres ist. Statt selbst zu gründen überlegen Sie zur Zeit eine Firma zu kaufen, doch sind sich unsicher, ob Ihre Vorbereitungen schon umfassend genug sind?

Wir helfen Ihnen mit diesem Artikel und den 6 Faktoren mehr Sicherheit über den Prozess beim Unternehmenskauf zu gewinnen.

Sie erfahren unter anderem, wie ein Firmenkauf sogar ohne oder nur mit geringem Eigenkapital gelingen kann. Das heißt, Sie brauchen nicht mal unbedingt Ihre eigenes Geld für den Kauf einbringen. Aber dazu später mehr.

Betrachten wir ein bestehendes Unternehmen, das zum Verkauf angeboten wird, dann gibt es eine reale Gewinn- und Verlustrechnung, eine dokumentierte Umsatzentwicklung, vielleicht sogar Patente – Als Käufer können Sie auf dieses Fundament aufbauen, mit ihrer Expertise weiterentwickeln und eine Richtung vorgeben.

Unternehmen für den Kauf prüfen - mit dem Due Diligence Ebook inkl. Checkliste

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Wer ein Unternehmen kaufen möchte, sollte vorher eine Sorgfaltsprüfung durchführen, eine s.g. Due Diligence.

Lernen Sie die 13 Due Diligence Bereiche kennen: Financial-, Tax-, Legal-, Technical-, IT-, Intelecutal Property-, Strategic-, Operational-, Commercial-, HR-, Cultural- und Environmental Due-Diligence

Inkl. einer Checkliste mit 123 Prüfpunkten.


Warum Nachfolger Firmen kaufen

Wenn eine Firma verkauft wird, ist es ein verbreiteter Irrglaube, anzunehmen, mit dem Unternehmen stimme etwas nicht. Ist es die schlechte Finanzlage? Oder hat der Verkäufer Insiderwissen? Irgendwas ist doch faul, wenn ein Verkauf eingeleitet wird, oder!?

In Wahrheit verkaufen Inhaber ihre Firma aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Vielleicht ist der Besitzer an einem Punkt angelangt, an dem es für ihn Sinn macht, das Unternehmen zu veräußern. Man spricht hierbei von der Unternehmensnachfolge. Wenn eine interne Familiennachfolge nicht möglich ist, entschließen sich die Inhaber meist zu verkaufen.

Eventuell passt das Unternehmen aber auch nicht mehr zum Lebensstil. Das Unternehmerleben kann einnehmend sein. So kann sich der Wunsch nach etwas mehr Ruhe, mit der Zeit durchsetzen, wie es bei einer klassischen Unternehmensnachfolge oft der Fall ist.

Die Unternehmer könnten aber auch auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sein oder haben ein anderes attraktives Angebot bekommen. Viele Szenarien sind denkbar, die dazu führen, dass man verkaufen möchte.

Egal aus welcher Motivation heraus die Entscheidung zu verkaufen gefallen ist, sie ist dem ehemaligen Besitzer sicher nicht leicht gefallen. Dem Verkäufer ist es wichtig, dass sein Unternehmen in die richtigen Händen gerät. Jemanden, der Motivation und strategisches Verständnis hat, um das Geschäft weiterzuentwickeln.

Für einen Nachfolger bietet sich durch den Unternehmenskauf ein kalkulierbares Risiko mit kalkulierbarem Wachstumspotenzial. Ein Käufer kann ganz genau im Vorfeld untersuchen, wo Chancen und Risiken liegen. Gleichzeitig weiß man vor der Übernahme bereits, ob sich die passende Firma in ihrer Branche bereits etabliert hat.

 

Alles zum Thema Firmenbeteiligungen erfahren

 

1. Wie beginne ich die Recherche beim Firmenkauf – Welche Firma passt eigentlich zu mir?

Ein Unternehmenskauf ist eine Entscheidung mit großem Einfluss auf Ihr Leben. Wenn Sie erfolgreich Unternehmen kaufen möchten, beginnt der Prozess mit ein paar grundsätzlichen Fragen, bevor Sie mit der Recherche beginnen:

  • Standort: Können Sie sich vorstellen umzuziehen? Oder wollen sie in ihrer Region bleiben? Der Standort hat erheblichen Einfluss auf Arbeitskräfte, Steuer und weitere finanzielle Aspekte.
  • Größe: Möchten Sie ein kleines Familienunternehmen kaufen oder streben Sie einen größeren Unternehmenskauf an? Eine größere Firma könnte mehr Gewinn bedeuten, allerdings auch mehr Aufwand und Verantwortung und auch einen höheren Preis.
  • Branche: In welchen Gebieten haben Sie bereits Erfahrung sammeln können? Wo können Sie ihr Know-How gut einbringen?
  • Lebensstil: Möchten Sie einen Job, bei dem Sie viel Reisen müssen? Ist Ihnen arbeiten an Tagen, an denen andere frei haben, egal? Unterstützt der Kauf Ihre Lebensplanung? Wollen Sie die Firma selbst führen oder geht es Ihnen mehr um eine Beteiligung? Wer soll mit Ihnen führen? Wie viele Veränderungen wollen Sie im Team vornehmen?

 

 

 

2. Wie grenze ich die Suche beim Firmenkauf ein?

Starten Sie in Ihrem eigenen Netzwerk. Gibt es spannende Start-Ups von Freunden oder ehemaligen KollegInnen, die vielleicht verkaufen möchten und zu Ihren Ergebnissen aus der Vorrecherche passen? Recherchieren Sie online und erzählen Sie Ihr Vorhaben bei Treffen. Vielleicht erhalten Sie einen Tipp, wo demnächst eine Unternehmensnachfolge anstehen könnte.

Sollte Ihnen ein Geschäft gefallen, finden Sie heraus warum und wie sie sich annähern können. Lernen Sie möglichst zeitnah auch den Gründer kennen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Fallen Sie nur nicht gleich mit der Tür ins Haus. Unternehmer könnten skeptisch werden. Ein Praktikum, ein Treffen, ein Abendessen oder zunächst einmal selber Kunde werden, sind kleine Schritte der Annäherung in Richtung Unternehmenskauf.

So finden Sie heraus, ob die Chemie stimmt. Denn im Normalfall werden Sie mit dem Inhaber verhandeln und auch in einer Übergangsphase zusammenarbeiten müssen. Und je reibungsloser das funktioniert, umso einfacher und erfolgreicher wird der Start in einer neuen Firma.

Neben der direkten Ansprache im engeren Umfeld, gibt es zahlreiche Plattformen im Internet auf denen Firmen zum Verkauf angeboten werden, wie zum Beispiel Biz 4 Sale, DUB oder Nexxt Change. Allerdings versammeln sich auf Plattformen auf denen jeder schnell mal ein Inserat schalten kann, nicht ausschließlich die besten Angebote.

Gerne verweisen wir daher auf die Unternehmensbörse des Unternehmer Radios. Dort werden Angebote vom hauseigenen Analysten-Team aufbereitet, auf Wunsch sogar mit anonymen Image-Film. Der hohe Qualitätsanspruch in der Anzeigengestaltung soll insbesondere beim Unternehmenskauf eine effiziente Recherche ermöglichen. Dennoch, ein guter Mix aus Plattformen und eigener Recherche ist sicher kein schlechter Weg.

Wenn Sie in der Region bleiben wollen, dann grenzen Sie die Suche örtlich ein.

 

3. Arbeiten Sie beim Firmenkauf mit einem Makler bzw. Berater für Unternehmensnachfolgen zusammen

Wenn Sie selbst Recherche betrieben haben und immer noch nicht die passende Firma gefunden haben, können Sie einen Firmenmakler engagieren, der für Sie eine Vorauswahl der Angebote vornimmt. Dieser wird ebenfalls bei der Verhandlung mit potentiellen Verkäufern unterstützend tätig. Bei der​ Unternehmensbörse des Unternehmer Radios fällt dieser Schritt weg, da die hauseigenen Analysten diese Unterstützung mit anbieten, um sicher und diskret eine Firma zu kaufen.

Firmenmakler arbeiten ähnlich wie Immobilienmakler, mit Provisionen (ca. 5 bis 10 Prozent vom Kaufpreis). Nur im Falle eines Kaufs oder Verkaufs ist die Provision fällig. Wo schnelle Provisionen möglich sind, tummeln sich leider auch immer wieder schwarze Schafe, die das schnelle Geld machen wollen. Hier ist (aus Erfahrung) Vorsicht geboten.

Erfahren Sie hier wie Jens Schließmeyer seine Firma mit einem Berater erfolgreich verkauft hat.

 

 

4. Führen Sie eine Sorgfältigkeitsprüfung beim Firmenkauf durch

Sollten Sie ein passendes Angebot gefunden haben, sollte eine gründliche Prüfung des Kaufobjekts folgen. Diesen Prozess nennt man auch Due Diligence. In unserem Ebook zur Due Diligence inkl. Checkliste erfahren Sie genau, was sich dahinter verbirgt.

 

Unternehmen für den Kauf prüfen - mit dem Due Diligence Ebook inkl. Checkliste

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Wer ein Unternehmen kaufen möchte, sollte vorher eine Sorgfaltsprüfung durchführen, eine s.g. Due Diligence.

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Inkl. einer Checkliste mit 123 Prüfpunkten.


 

Oft scheint eine Firma, die zum Verkauf steht, auf den ersten Blick geeignet. Doch manchmal liegen beim Unternehmenskauf die Stolpersteine im Verborgenen, beispielsweise in Form alter Verträge, Garantien, Pensionsrückstellungen usw.. Diese gilt es unbedingt aufzudecken. Entweder entstehen daraus Deal Breaker oder eine Reduzierung des Kaufpreis.

Sollten Sie nicht mit einem Firmenmakler zusammenarbeiten, lohnt es sich, an diesem entscheidenden Punkt Hilfe einzuholen. An dieser Stelle sollte eine professionelle Unternehmensbewertung erstellt werden, um einen fairen Preis verhandeln zu können. Hier gilt die Devise, als Käufer alles zu hinterfragen und zu verstehen. Denn beim Firmenkauf wird das gesamte Unternehmen mit allen Verpflichtungen übernommen.

Es ist wichtig, herauszufinden, welche Verbindungen der Inahber mit anderen Personen hat, welche entscheidend für den Geschäftserfolg sind. Inwieweit beeinflussen solche Beziehungen und die Expertise des Besitzers den zukünftigen Erfolg?

Man nennt das bei der Unternehmensnachfolge auch „Inhaberabhängigkeit„. Ist diese hoch, weil sämtliche Prozesse vom Inhaber abhängig sind, entsteht Risiko, was zum Deal Breaker oder zu Lasten des Kaufpreises geht.

Hier erhalten Sie Informationen wie sie selbst eine Unternehmensbewertung anhand eines Beispiels durchführen oder zumindest nachvollziehen können.

 

5. Klären Sie die Finanzierung für Ihren Unternehmenskauf

Die meisten Käufer die einen Firmenkauf vollziehen, brauchen finanzielle Unterstützung. Nur Wenige können einen Kauf alleine stemmen. 

Sobald der Preis feststeht, gibt es einige Optionen:

  • Ratenzahlung: Der Verkäufer gewährt dem Käufer eine vereinbarte Ratenzahlung plus Zinsen über einen gewissen Zeitraum.
  • Risikokapital: Sie schließen sich mit einem anderen Partner für den Kauf zusammen. Die private Person oder die Firma (meistens Venture Capital Firmen) fungieren als Kapitalgeber, um dem Verkäufer direkt den vollständigen Preis zu zahlen. Sie sind Käufer und Geschäftsführer und wenn das Unternehmen Gewinne verzeichnet, werden diese an den Geldgeber ausgeschüttet. Bei Misserfolg sind Sie nicht im großen Umfang von den Verlusten betroffen.
  • Geschäftskredit: Das klassische Darlehen gibt es meist von der Bank. Maßgebend ist Ihre persönliche finanzielle Situation. Aber auch das Rating der zu verkaufenden Gesellschaft kann den Zins beeinflussen.

Jede Finanzierungsart hat Vor- und Nachteile. Suchen Sie deshalb einen Experten, der Sie unterstützt.

Es geht sogar ohne Eigenkapital! Hören Sie ins Interview mit Steuerberater Patrick Strasser. 

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6. Der Kaufvertrag beim Firmenkauf

Sie haben ein Geschäft ausgewählt, die Bedingungen und der Preis sind verhandelt und ihre Liquidität ist gesichert. Der Verkauf steht nun kurz vor dem s.g. Signing. Was jetzt noch fehlt ist der Kaufvertrag und die Unterschriften. Hierbei unterstützt Sie ebenfalls der Berater bzw. Fachanwalt für Gesellschaftsrecht (mit Schwerpunkt M&A). Denn hier kommt es wirklich ganz individuell auf die Strukturierung des Deals an. Lassen Sie keine Unsicherheiten oder Fragen offen. Eine bestehende Firma zu kaufen, hat großen Einfluss auf ihr Leben, sowie auf das Ihrer zukünftigen Mitarbeiter.

WICHTIG: Verbinden Sie sich mit anderen die diesen Schritt schon getan haben. Im ersten Schritt kann das sein unsere Interviews anzuhören, die Sie z.B. über Spotify finden.

 

7. BONUS: Infografik zum Firmenkauf

Zugegeben, die Infografik „30 Gründe, warum Nachfolger eine Firma nicht kaufen“ wurde für Übergeber zum Thema „Firmennachfolger gesucht“ entwickelt. Sie hilft Ihnen aber ebenso, Schwachstellen im Unternehmen zu identifizieren oder ggf. auch selber auszubügeln. Im letzteren Fall haben Sie zumindest gutes Material zur Argumentation in der Kaufpreisverhandlung.

 

Infografik zum Thema firmenkauf

Zur Vergrößerung und vollständigen Darstellung anklicken.

 

Wir wünschen viel Erfolg beim Firmenkauf!

Haben Ihnen die Tipps geholfen? Wie gehen Sie beim Firmenkauf vor? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar.

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