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6 Faktoren, die bei einem Firmenkauf beachtet werden sollten

Sie wollen lieber eine Firma kaufen anstatt zu gründen?

Sie wissen, dass unternehmerisch denken und handeln Ihres ist. Statt selbst zu gründen überlegen Sie zur Zeit eine Firma zu kaufen doch sind sich unsicher, ob Ihre Vorarbeiten schon umfassend genug sind? Wir helfen Ihnen mit diesem Artikel und den 6 Faktoren mehr Sicherheit über den Kaufprozess zu gewinnen. Sie erfahren unter anderem, wie ein Firmenkauf sogar ohne oder nur mit geringem Eigenkapital gelingen kann. Das heißt, Sie brauchen nicht Ihre eigenes Geld für den Kauf einbringen. Aber dazu später mehr.

Damit Sie schnell zu den Informationen gelangen die Sie interessieren, haben wir für Sie ein Inhaltsverzeichnis bereitgestellt. 

INHALTSVERZEICHNIS

Betrachten wir ein bestehendes Unternehmen dann gibt es eine reale Gewinn- und Verlustrechnung, eine dokumentierte Umsatzentwicklung, vielleicht sogar Patente – Sie können auf dieses Fundament aufbauen, mit ihrer Expertise weiterentwickeln und eine Richtung vorgeben. 

 

Warum Gründer ihre Firma verkaufen

Wenn eine Firma verkauft wird, ist es ein verbreiteter Irrglaube, anzunehmen, mit dem Unternehmen stimme etwas nicht. Ist es die schlechte Finanzlage? Oder hat der Verkäufer Insiderwissen? Irgendwas ist doch faul, oder!?

In Wahrheit verkaufen Gründer ihre Firma aus den unterschiedlichsten Beweggründen; Vielleicht ist der Besitzer an einem Punkt angelangt, an dem es für ihn Sinn macht, das Unternehmen zu veräußern. Eventuell passt das Unternehmen nicht mehr zum Lebensstil. Sie könnten aber auch auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sein. Viele Szenarien sind denkbar.

Egal aus welcher Motivation heraus die Verkaufsentscheidung fällt, sie ist dem ehemaligen Besitzer sicher nicht leicht gefallen. Dem Verkäufer ist es wichtig, dass sein Unternehmen sich in den richtigen Händen befindet. Jemanden, der Motivation und strategisches Verständnis hat, das Geschäft weiterzuentwickeln.

 

1. Wie beginne ich die Recherche beim Firmenkauf – Welche Firma passt eigentlich zu mir?

Ein Firmenkauf ist eine Entscheidung mit großem Einfluss auf Ihr Leben. Bevor Sie mit der Recherche zum Firmenkauf in die Tiefe gehen, sollten Sie sich die richtigen Fragen stellen.  

Eine Vorauswahl von anderen Unternehmern, die beim Firmenkauf betrachtet werden sollten:

  • Standort: Können Sie sich vorstellen umzuziehen? Oder wollen sie in ihrer Region bleiben? Der Standort hat erheblichen Einfluss auf Arbeitskräfte, Steuer und weitere finanzielle Aspekte.
  • Größe: Möchten Sie ein kleines Familienunternehmen kaufen oder doch eine größere Firma? Eine größere Firma könnte mehr Gewinn bedeuten, allerdings auch mehr Aufwand.
  • Industrie: In welchen Gebieten haben Sie bereits Erfahrung sammeln können?
  • Lebensstil: Möchten Sie einen Job, bei dem Sie viel Reisen müssen? Ist Ihnen arbeiten an Tagen, an denen andere frei haben, egal? Unterstützt der Kauf Ihre Lebensplanung? Wollen Sie die Firma selbst führen? Wer soll mit Ihnen führen? Wie viele Veränderungen wollen Sie im Team vornehmen?

 

 

 

2. Wie grenze ich die Suche beim Firmenkauf ein?

Starten Sie in Ihrem Netzwerk. Gibt es spannende Start-Ups von Freunden oder ehemaligen KollegInnen, die zu Ihren Ergebnissen aus der Vorrecherche passen? Recherchieren Sie online und bei Treffen. Sollte Ihnen ein Geschäft gefallen, finden Sie heraus warum und wie sie sich annähern können. Lernen Sie möglichst zeitnah auch den Gründer kennen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Fallen Sie nur nicht gleich mit der Tür ins Haus. Unternehmer könnten skeptisch werden. Ein Praktikum, ein Treffen, ein Abendessen oder zunächst einmal selber Kunde werden, sind kleine Schritte der Annäherung. So finden Sie heraus, ob die Chemie stimmt. Denn im Normalfall werden Sie mit dem Inhaber verhandeln und auch in einer Übergangsphase zusammenarbeiten müssen. Und je reibungsloser das funktioniert, umso einfacher und erfolgreicher wird der Start in einer neuen Firma.

Neben der direkten Ansprache im engeren Umfeld, gibt es zahlreiche Plattformen auf denen Firmen angeboten werden, wie zum Beispiel Biz 4 Sale, DUB oder Carl Finance. Allerdings versammeln sich auf Plattformen nicht ausschließlich die besten Angebote. Ein guter Mix aus Plattformen und eigener Recherche ist sicher kein schlechter Weg.

Wenn Sie in der Region bleiben wollen, dann grenzen Sie die Suche örtlich ein.

 

3. Arbeiten Sie beim Firmenkauf mit einem Makler bzw. Berater für Unternehmensnachfolgen zusammen

Wenn Sie selbst Recherche betrieben haben und immer noch nicht das Passende gefunden haben, können Sie einen Firmenmakler engagieren, der für Sie eine Vorauswahl vornimmt. Dieser wird ebenfalls bei der Verhandlung mit potentiellen Verkäufern unterstützend tätig. 

Firmenmakler arbeiten ähnlich wie Immobilienmakler, mit Provisionen (ca. 5 bis 10 Prozent vom Verkaufspreis). Nur im Falle eines Kaufs oder Verkaufs ist die Provision fällig. Wie Sie einen seriösen Berater erkennen, erfahren Sie hier.

Erfahren Sie hier wie Jens Schließmeyer seine Firma mit einem Berater erfolgreich verkauft hat. 

 

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4. Führen Sie eine Sorgfältigkeitsprüfung beim Firmenkauf durch

Sollten Sie eine Firma finden, die gut zu Ihnen passt, sollte eine gründliche Prüfung des Kaufobjekts folgen. Diesen Prozess nennt man auch Due Diligence. Was genau dahinter steckt erfahren Sie in unserem Ebook zur Due Diligence inkl. Checkliste.

Oft scheint eine Firma auf den ersten Blick geeignet. Doch manchmal liegen beim Firmenkauf die Stolpersteine im Verborgenen, beispielsweise in Form alter Verträge, Garantien, Pensionsrückstellungen usw.. Diese gilt es unbedingt aufzudecken.

Sollten Sie nicht mit einem Firmenmakler zusammenarbeiten, lohnt es sich, an diesem entscheidenden Punkt Hilfe einzuholen. An dieser Stelle sollte eine professionelle Unternehmensbewertung erstellt werden. Hier gilt die Devise, alles zu hinterfragen und zu verstehen. Denn beim Firmenkauf wird das gesamte Unternehmen mit allen Verpflichtungen übernommen. Es ist wichtig, herauszufinden, welche Verbindungen der Geschäftsführer mit anderen Personen hat, welche entscheidend für den Geschäftserfolg sind. Inwieweit beeinflussen solche Beziehungen und die Expertise des Besitzers den Erfolg?

Hier erhalten Sie Informationen wie sie ein Unternehmen selbst mit der Multiple-Methode (meist verbreitetet Methode zur Bewertung von Firmen) bewerten können.

 

5. Holen Sie sich notwendige finanzielle Unterstützung

Die meisten Unternehmer die einen Firmenkauf vollziehen, brauchen finanzielle Unterstützung. Nur Wenige können einen Kauf alleine stemmen. 

Sobald der Preis feststeht, gibt es einige Optionen:

  • Ratenzahlung: Der Verkäufer gewährt dem Käufer eine vereinbarte Ratenzahlung plus Zinsen über einen gewissen Zeitraum.
  • Risikokapital: Sie schließen sich mit einem anderen Partner für den Kauf zusammen. Die private Person oder die Firma (meistens Venture Capital Firmen) fungieren als Kapitalgeber. Sie sind Geschäftsführer und wenn das Unternehmen Gewinne verzeichnet, werden diese an den Geldgeber ausgeschüttet. Bei Misserfolg sind Sie nicht im großen Umfang von den Verlusten betroffen.
  • Geschäftskredit: Das klassische Darlehen gibt es meist von der Bank. Maßgebend ist Ihre persönliche finanzielle Situation.

Jede Finanzierungsart hat Vor- und Nachteile. Suchen Sie deshalb einen Experten, der Sie unterstützt.

Es geht sogar ohne Eigenkapital! Hören Sie ins Interview mit Steuerberater Patrick Strasser. 

 

 

 

6. Der Kaufvertrag beim Firmenkauf

Sie haben ein Geschäft ausgewählt, die Bedingungen sind verhandelt und ihre Liquidität ist gesichert. Was jetzt noch fehlt ist der Kaufvertrag und die Unterschriften. Hierbei unterstützt Sie ebenfalls der Berater. Lassen Sie keine Unsicherheiten oder Fragen offen. Eine bestehende Firma zu kaufen, hat großen Einfluss auf ihr Leben, sowie auf das Ihrer zukünftigen Mitarbeiter.

WICHTIG: Verbinden Sie sich mit anderen die diesen Schritt schon getan haben. Im ersten Schritt kann das sein unsere Interviews anzuhören, zu denen Sie sich hier kostenfrei anmelden können.

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7. BONUS: Infografik zum Firmenkauf

Zugegeben, die Infografik „30 Gründe, warum Nachfolger eine Firma nicht kaufen“ wurde für Übergeber entwickelt. Sie hilft Ihnen aber ebenso, Schwachstellen im Unternehmen zu identifizieren oder ggf. auch selber auszubügeln. Im letzteren Fall haben Sie zumindest gutes Material zur Argumentation in der Kaufpreisverhandlung.

 

Infografik mit 30 Gründen, warum ein Nachfolger eine Firma nicht kauft

Zur Vergrößerung und vollständigen Darstellung anklicken.

 

Wir wünschen viel Erfolg beim Firmenkauf!

Haben Ihnen die Tipps geholfen? Wie gehen Sie beim Firmenkauf vor? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar.

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