Episode #031: Die Freizeitgestaltung als Motivation für die Nachfolge

Der Unternehmer Robert Thiel hat 1982 gemeinsam mit seinem Bruder eine Firma in Kanada gegründet und diese erfolgreich aufgebaut. Doch nach 20 Jahren kam der Gedanke auf, wie soll es einmal weiter gehen? So entschieden sich beide für einen Verkauf. Warum das Unternehmen nicht an die Kinder übergeben wurde und wieso ausgerechnet Freizeitgestaltung als DER Motivator galt? – Alle Antworten in dieser Episode.

03:06 Jedes Jahr musste in die Technologie der Firma investiert werden. Irgendwann wurde überlegt, die Firma an die 3. Generation zu übergeben. Aber die Kinder waren noch jung, beide Unternehmer hätten bis 65/ 70 noch arbeiten müssen. Doch da sie bereits andere Projekte im Auge hatten, entschieden sie sich für den Verkauf.

04:57 Statt hundertprozentig zu verkaufen, suchten sie zunächst einen Partner.

05:56 Denn Robert Thiel war damals gerade 45 Jahre alt, zu jung, um der Arbeit schon völlig den Rücken zu kehren.

06:56 Als sie mit dem neuen Partner starteten, verfügte das Unternehmen bereits über 700 – 750 Mitarbeiter.

09:00 Des Weiteren warnt Thiel davor, zu sehr in einen Verkaufsmodus zu geraten. Denn als sie das erste Mal verkaufen wollten, vernachlässigten sie die Führung des Unternehmens als Unternehmer.

11:03 Insgesamt hat der Verkaufsprozess zwei Jahre benötigt. Doch die Nachfolge kann auch schnell mal bis zu fünf Jahre dauernd, das sollte jedem Unternehmer bewusst sein.

11:50 Wie ist das Leben nach dem Verkauf? Thiel schwärmt von Spontanität, Ungebundenheit und Freizeitplanung.

13:20 Zudem empfhielt er jedem Unternehmer, bei einer bestimmten Größe der Firma, einen Investment Bänker zu Rate zu ziehen. Externe Hilfe sei wichtig.

14:39 Aber wann soll die Nachfolge intern kommuniziert werden? Nur wenige Mitarbeiter wussten Bescheid. Kunden, Lieferanten & Co. erfuhren erst wirklich nach dem Verkauf davon.

15:32 Für kleinere Unternehmen kann es eine gute Option sein, sich von größeren Firmen kaufen zu lassen.

17:47 Die größten Gedanken hat Thiel sich um die eigenen Mitarbeiter gemacht. Denn ihm war es wichtig, dass sie ihre Jobs behalten können.

19:52 Und wie geht es dem Unternehmen heute? Es läuft alles ein bisschen anders: Sie sind nun Teil einer großen Firma. Daher ist das Inhaber-geführte-Gefühl etwas abhanden gekommen.

21:21 Generell gibt Thiel den Tipp, sich externe Beratung zu holen, die den entsprechenden Überblick gewinnen kann. Denn wenn man verkaufen möchte sollte eins klar sein, das kostet Zeit. Danach kann es dafür so richtig an die Freizeitgestaltung gehen.