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Episode #032: Nachfolge Lexikon – Digitale Transformation

Letzte Aktualisierung des Artikels am 11. Mai 2022 von Philipp Degen

In dieser Episode des Nachfolge Lexikons dreht sich alles um die digitale Transformation.

Danilo Manca und Prof. Dr. Holger Wassermann, die beiden Moderatoren des Podcasts, wollen zunächst auf Bedeutung eingehen und ein Bild von der digitalen Transformation mit folgendem Beispiel geben:“Stellen Sie sich vor, sie stehen auf einem Berg und sehen einen roten Ball herunterrollen. Dieser Ball stellt den digitalen Wandel dar. Das beutetet, Hardware wie Prozessoren werden leistungsfähiger, Computersysteme werden intelligenter, wodurch dann wieder neue Softwarelösungen entstehen, die unsere Arbeit effizienter oder uns das Leben im Alltag einfacher machen. Hinter diesem Ball laufen viele Menschen, also unsere Gesellschaft, hinterher, weil sie diese Lösung unbedingt für sich nutzen wollen. Dahinter befindet sich dann eine Gruppe von Unternehmen, die schnell und sehr flexibel auf diese Veränderungen reagieren können. Darunter befinden sich hauptsächlich junge Start-ups oder Innovationslabore von großen Konzernen. Teilweise aber auch kleine und mittelständische Traditionsunternehmen. Hinter dieser flexiblen Gruppe befinden sich unflexible große Unternehmen, die den Wandel ignorieren oder verschlafen. Wenn Sie von oben des Berges auf die digitale Veränderung schauen, sehen Sie die digitale Transformation als ganzes. Wogegen der Einsatz von E-Mail, Voice-over-IP oder der Einsatz von iPads im Vertrieb, nichts mit der digitalen Transformation zu tun hat.”

Vorlagen-Paket für den Unternehmensverkauf

Vorschaubild von Vorlagen zum Unternehmensverkauf

7 Verkaufsvorlagen:

  1. Due Diligence Checkliste (PDF)
  2. Finance Report (Excel)
  3. Firmen-Exposé (Word)
  4. NDA-Vertrag (Word)
  5. Firmen-Inserat (Word)
  6. Letter of Intent (Word)
  7. Vorgehensplan (PDF)

Hinweis: Es kann bei T-Online Emailadressen zu Registrierungsproblemen kommen.


Die Teilbereiche der digitalen Transformation

Die digitale Transformation erstreckt sich laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in 5 Teilbereiche:

  • Das Geschäftsmodell
  • Die Kundengewinnung
  • Die Produktion
  • Die Geschäftsprozesse
  • Die Mitarbeiter

Nachfolgend wird auf jeden Teilbereich genauer eingegangen, damit die Bedeutung der digitalen Transformation etwas deutlicher wird. 

Das Geschäftsmodell

Auf die Antwort der Frage, “was bedeutet die Digitalisierung für mein Geschäftsmodell?”, gibt es keine pauschale Antwort. Hier muss sich jeder Unternehmer die Frage stellen, ob Technologien oder eine Software vorhanden ist, welche den Nutzen für Kunden erhöhen kann. 

Das Geschäftsmodell eines Eisenbahnbetriebes ist, Personen von A nach B zu bringen. Werden Tickets im Reisebüro oder am Schalter verkauft, besteht keinerlei Digitalisierung. Ein Teil-digitalisiertes Geschäftsmodell könnte sein, wenn Tickets auch online oder per App verkauft werden, denn das Eisenbahnunternehmen fährt nach wie vor mit der Eisenbahn durchs Land. Ausschließlich der Verkauf der Tickets wurde digitalisiert. 

Ein reines digitales Geschäftsmodell wäre die bloße Vermittlung der Reisemöglichkeit mit Bus, Bahn, Flugzeug oder auch dem Schiff. 

Die Kundengewinnung

Die Digitalisierung in der Kundengewinnung bedeutet nicht, dass ich nur eine Webseite erstelle, sondern diese muss auch gefunden werden. Heutzutage werden potenzielle Kunden mit unzählige Angeboten überschüttet. Aus diesem Grund wollen Kunden nichts verkauft bekommen, sie wollen eine Lösung für ihr Problem erhalten.

Die große Vergleichbarkeit durch Suchmaschinen wird zu einer Herausforderung für Unternehmer, denn Kunden recherchieren nach dem besten Preis, dem besten Service oder auch dem besten Markenauftritt. Deshalb muss ein Unternehmen bereits während der Recherche der Kunden und in der Phase der Entscheidung präsent sein. Laut Marktforschern sind 7 Kontakte notwendig, um zum Kauf zu überzeugen. Diese können im E-Commerce beispielsweise über Suchmaschinenoptimierung, Google Ads, E-Mail-Marketing oder auch Facebook erreicht werden. Die digitale Kundengewinnung kann man sich wie einen Trichter vorstellen. Zunächst sollen viele Interessenten angezogen werden, damit am Ende einige wirklich einen Kauf tätigen.

Die Produktion

Viele Begriffe stiften mehr Verwirrung, als dass sie Klarheit verschaffen. Solche Begriffe können Big Data oder auch Industrie 4.0 sein. Im Grunde geht es darum, dass Maschinen miteinander kommunizieren, damit effizienter, kostengünstiger, schneller oder auf den genauen Bedarf des Kunden produziert werden kann. 

Die Geschäftsprozesse

Arbeitsabläufe können durch Softwarelösungen automatisiert, transparent und generell vereinfacht werden, jedoch ist die Akzeptanz von Mitarbeitern notwendig. Bei Nutzung eines Kundenmanagementsystems können alle Informationen des Kunden mitarbeiterübergreifend festgehalten werden. So ist es beispielsweise möglich, den aktuellen Stand der Kundenbeziehung bei Ausfall eines Mitarbeiters einzusehen. Viele dieser Anwendungen können sogar kostenlos genutzt werden. 

Außerdem kann die Teamarbeit durch digitale Lösungen wie Video-Konferenzen, Online-Chats, Terminkoordination oder auch webbasierter Dokumentenverwaltung unterstützt werden. Darüber hinaus gibt es Buchhaltungssoftware, die direkt mit dem Online-Banking, dem Controlling oder sogar der Steuersoftware von Datev verbunden werden kann. Dadruch können viele Prozesse vereinfacht, automatisiert und teilweise auch papierlos durchgeführt werden. 

Die Mitarbeiter

Betrachtet man den demografischen Wandel, wird klar, dass die Anzahl von jungen Nachwuchskräften stetig sinkt. In einer anhaltenden digitalen Welt kann sich die nachkommende Generation ihren Arbeitgeber gewissermaßen aussuchen. Netzwerkplattformen wie Xing, LinkedIn oder Monster treiben diese Bewegung weiter vorwärts. Zudem wächst die junge Generation mit der Digitalisierung auf und wird in Ausbildung und Studium weiter daraufhin ausgerichtet. Aus diesem Grund hat diese Generation auch den Anspruch, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Um attraktiv für junge Bewerber zu sein, ist ein zeitgemäßer Internetauftritt des Unternehmens sowie das Auftreten auf Xing und LinkedIn absolut notwendig.