Episode #033: Gestärkte Unternehmensfortführung eines Malerbetriebes

Sebastian Krüger ist erfolgreicher Nachfolger – er erzählt aus seiner Sicht von der größten Herausforderung im Nachfolgeprozess, der Hürde mit der Bank und warum er auf eine gestärkte Unternehmensfortführung gesetzt hat. So war ihm besonders wichtig, dass der Altunternehmer fürs Erste mit im Boot bleibt. Denn manchmal entscheidet nicht nur die Chemie, sondern auch die Ähnlichkeit, in welche Richtung das Ganze mal steuern könnte.

Die Highlights der Episode: Gestärkte Unternehmensfortführung

02:20 Den Malereibetrieb übernommen hat Krüger im Jahr 2014 mit zwei Festangestellten und einem Leiharbeiter. Das Unternehmen fand er über die HWK.

03:55 Angestellter vs. Unternehmer: Vor allem sollte man sich darauf einstellen, dass geregelte Arbeitszeiten erst einmal der Vergangenheit angehören. Es werden mehr Aufgaben übernommen und als Nachfolger gilt auch die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern.

04:59 Doch Krüger war vorbereitet: Schon zuvor hielt er seine Kontakte zur ehemaligen Meisterschule und sicherte sich zuverlässige Ansprechpartner.

06:37 Warum keine Gründung? Auch Krüger entschied sich dafür, mit einer gewissen Basis arbeiten zu wollen. Ruf und Kundenstamm der Firma sicherten das Anfangsgeschäft in der Unternehmensfortführung.

11:01 Die herzliche Aufnahme des Altunternehmers sorgte unter anderem für die Entscheidung pro Unternehmen. Nicht nur die Chemie war wichtig, auch auf gewisse Ähnlichkeiten wurde geachtet. So konnte eingeschätzt werden, wie womöglich die Arbeit mit den Kunden harmoniert.

16:14 Vor Krüger lernte der Eigentümer noch zwei bis drei andere potenzielle Nachfolger kennen. Die Suche dauerte bereits zwei Jahre. Demnach empfhielt sich, rechtzeitig anzufangen.

18:32 Die größte Herausforderung war es, die Mitarbeiter von sich zu überzeugen. Im Nachhinein agierte Krüger vielleicht auch etwas streng. Erst nach vielen Gesprächen wurde gemeinsames Vertrauen geschaffen.

20:26 Die Preisfindung erfolgte unter anderem anhand der Bestandsaufnahme der HWK.

21:30 Es ist wichtig, als Nachfolger Einblick in alle Bilanzen zu erhalten. Ansonsten hätte Krüger das Unternehmen auch nicht übernommen.

23:57 Schließlich führte er vor allem digitale Änderungen am Unternehmen durch und verbesserte die interne Kommunikation.

25:29 Die notwendigen Investitionen spielten bei der Preisfindung keine Rolle. Krüger meint, jeder führe ein Unternehmen nun mal anders. Und es ist immer anzunehmen, dass in das neue Unternehmen investiert werden muss.

26:59 Nachfolger Tipp: Sicher sein, ob die Firma wirklich zu einem passt und ob der wesentliche Grundstein für die Unternehmensfortführung schon gelegt ist.

27:30 Unternehmer Tipp: Möglichst an realistische Preise denken, auch ein Nachfolger verfügt nicht über immens viel Geld.

28:23 Die Finanzierung verlief zu Beginn holprig, denn die Bank musste erst einmal überzeugt werden.

32:02  Besonders an dieser Nachfolge: Der Altunternehmer hatte das Recht, die Firma zurück zu kaufen, sollten bestimmte Bedingungen oder Zahlungen nicht erfüllt werden.

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