Die Firma verkaufen, um eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge zu gewährleisten

Die Firma verkaufen: Das ist eine komplexe Unternehmung, die viele Aufgaben umfasst. Während des Prozesses kann ein Makler, ein Wirtschaftsprüfer oder ein Anwalt, sowie ein Steuerberater zu Rate gezogen werden (Bei den jeweiligen Berufen sollte aber immer auf Spezialisten geachtet werden, die ausschließlich Firmenverkäufe betreuen). Der Profit hängt beim Verkauf der Firma von Timing, Verkaufsgrund und der Stärke und Struktur der Unternehmensprozesse ab. Eine weitere wichtige Ressource ist die Zeit. Bei Berücksichtigung der folgenden sieben Hinweise, können Sie sich sehr gut auf die Verhandlungen vorbereiten und die Firma bestmöglich verkaufen.

Eine Firma zu verkaufen ist immer ein komplexer Prozess. Diesem Prozess geht immer eine sogenannte Due Diligence Prüfung voraus. Laden Sie sich jetzt das kostenlose Ebook sowie eine Checkliste herunter.

 

1. Die Firma verkaufen: Der Grund

Wenn Sie Ihr Firma verkaufen, ist meist die erste Frage des Käufers: „Warum wollen Sie eigentlich verkaufen?“. In den häufigsten Fällen verkaufen Unternehmer auf Grund von:

  •      Ruhestand,
  •      Zerwürfnis mit Partnern,
  •      Krankheit oder Ableben,
  •      Überarbeitung,
  •      oder Eintönigkeit im Berufsalltag bzw. keine neuen Herausforderungen

Dies sind nur einige Gründe neben zahlreichen anderen.

Manche verkaufen die Firma allerdings auch, wenn eine Veräußerung nicht lukrativ ist. Hier gestaltet sich die Suche nach einem Käufer schwieriger. Gründe, die das Unternehmen beim Verkauf besser dastehen lassen, sind:

  •      Steigende Profite,
  •      Stabile Einkünfte,
  •      Großer Kundenbestand,
  •      und Großaufträge, die über mehrere Jahre andauern.

2. Die Firma verkaufen: Der Zeitpunkt des Verkaufs

Bereiten Sie sich so früh wie möglich auf den Verkauf der Firma vor. 3 oder 5 Jahre im Voraus kann der Prozess beginnen. Die frühe Vorbereitung wird Ihnen helfen, die finanziellen Gegebenheiten, die Strukturen im Unternehmen und den Kundenstamm zu sortieren, organisieren und somit zu verbessern. Diese Verbesserungen werden Ihnen nicht nur in der Übergangsphase helfen, sondern bewirken einen reibungsloseren Ablauf der Prozesse generell.

3. Die Firma verkaufen: Unternehmensbewertung

Als nächstes sollten Sie Ihr Unternehmen von einem Fachmann bewerten lassen. Ein Gutachter erstellt eine detaillierte Analyse des Unternehmens. Diese Einschätzung gibt Aufschluss über den Wert und somit den Preis der Firma.

4. Auf eigene Faust verkaufen vs. Verkauf durch einen Makler   

Wenn das Unternehmen ohne Unterstützung eines Maklers verkauft wird, kann deutlich Geld gespart werden. Denn Berater verdienen Ihr Geld oft durch Kommissionen. Dies ist wohl der beste Weg, wenn an ein Familienmitglied oder an einen Angestellten des Unternehmens verkauft/übergeben wird. Unter anderen Umständen, kann ein Makler eine große Zeitersparnis bedeuten. Sprechen Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche dem Makler gegenüber an und versuchen Sie sich konstant über Neuerungen auszutauschen.

5.  Die Firma verkaufen: Vorbereiten der Unterlagen

Nehmen Sie Ihre Abschlüsse (BWA) und Steuerbescheide der letzten Jahre zur Hand, um diese mit dem Unternehmensberater/Makler zu besprechen. Fertigen Sie zusätzlich eine Liste des Inventars an, dass beim Kauf ebenfalls veräußert wird. Eine weitere Auflistung zu bestehenden Zulieferern oder am Verkaufsprozess beteiligten Personen ist ebenfalls hilfreich. Fertigen Sie Kopien an, um sie potentiellen Käufern vorzulegen.

Eine sogenannte Due Diligence (Sorgfaltsprüfung) wird für jeden Geschäftsbereich angefertigt. Laden Sie sich jetzt das kostenfreie E-Book sowie eine Checkliste herunter. So können Sie schon selbständig gute Vorarbeit leisten und sind für den Verkauf der Firma vorbereitet.

6. Einen geeigneten Käufer finden

Der Verkaufsprozess dauert in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Den richtigen Käufer zu finden ist kein leichtes Unterfangen. 

Wenn Sie potentielle Käufer in Aussicht haben:

  •      Gewinnen Sie zwei oder drei potentielle Käufer, für den Fall das der Vertrag nicht zustande kommt. (Einer unserer Interviewgäste hat es sogar geschafft, 20 Bewerber für seine Firma zu bekommen. Hören Sie jetzt hier, wie Peter Steppacher dabei vorgegangen ist.)
  •      Bleiben Sie in Kontakt mit potentiellen Käufern.
  •      Prüfen Sie die Liquidität der Interessenten, bevor Sie Informationen über Ihre Firma aushändigen.
  •      Lassen Sie Verhandlungsspielraum, aber bleiben Sie standhaft bei einem angemessenen Preis vor allem in Hinblick auf zukünftige Einnahmen der Firma. Eventuell kann ein Firmenkauf auch mit einer passenden Förderung Sinn machen. 
  •      Jede Abmachung sollte schriftlich festgehalten werden.

Es könnte sein, dass der Käufer Käufer einen Vertrag fordert, der untersagt, ein vergleichbares Unternehmen mit der gleichen Zielgruppe, zu gründen.

7. Den Gewinn verwalten

Lassen Sie sich Zeit und erstellen Sie einen Plan mit Ihren finanziellen Zielen. Informieren Sie sich über steuerliche Auswirkungen ihres Vermögenszuwachses. Sprechen Sie mit einem Finanzexperten, um abzuklären, wie sie Ihr Geld bestmöglich anlegen, ihre Schulden begleichen oder für die Rente bei Seite legen.

Die eigene Firma zu verkaufen ist ein zeitintensives und vor allem emotionales Vorhaben. Das Einschalten von professioneller Unterstützung wird oft als Erleichterung wahrgenommen. Der aufreibende Weg bis zur Veräußerung wiegt die zu erwartenden Gewinne meistens mehrfach auf.

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