Eine Stiftung gründen – Interview mit Stiftungsprofi Herr Dr. Olbing

Eine Stiftung gründen – Interview mit Stiftungsprofi Herr Dr. Olbing
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In einer Welt, die immer komplexer wird, spielen Stiftungen eine immer wichtigere Rolle als Instrumente der sozialen Verantwortung und des Vermögensaufbaus. In unserem tiefgehenden Interview mit Herrn Dr. Olbing, einem Fachanwalt für Steuerrecht und Experten auf dem Gebiet, werden wir alle Aspekte beleuchten, die Sie für die Gründung einer Stiftung berücksichtigen müssen.

Wir werden mit den Grundlagen beginnen: Was ist eine Stiftung und welche Bedeutung und Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft? Wir gehen auf die verschiedenen Gründe ein, die Menschen dazu bewegen, eine Stiftung zu gründen, und erläutern den spezifischen Zweck, den eine Stiftung erfüllen kann. Außerdem werden wir die möglichen Rechtsformen und steuerlichen Aspekte untersuchen, die mit der Gründung einer Stiftung verbunden sind.

Egal, ob Sie eine allgemeine Stiftung oder eine spezifische Familienstiftung gründen möchten, dieser Artikel wird die notwendigen Unterlagen, den Ablauf und die Kosten darstellen. Zudem wird beleuchtet, wie eine Stiftung funktioniert und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.

Was ist eine Stiftung

Eines der wichtigsten Instrumente für soziale Verantwortung und nachhaltigen Vermögensaufbau ist die Stiftungsgründung. Doch was ist eigentlich eine Stiftung? Vereinfacht gesagt, handelt es sich um eine Organisation, die mit einem bestimmten Vermögen ausgestattet ist und einen festgelegten Zweck verfolgt, der im Allgemeinen dem Gemeinwohl dient. Ob es sich um eine gemeinnützige Stiftung zur Förderung von Bildung, Kunst oder Umweltschutz handelt oder um eine Familienstiftung, die das Vermögen einer Familie langfristig sichern soll — der Stiftungszweck kann vielfältig sein.

Der Stifter, die Person oder Organisation, die die Stiftung ins Leben ruft, verfolgt mit der Gründung in der Regel eine konkrete Idee oder Mission. Diese Idee wird in der Satzung verankert und legt die Handlungsweise der Stiftung fest.

Im Verlauf dieses Artikels werden wir die Bedeutung und Rolle von Stiftungen, die Gründe für ihre Gründung, ihren spezifischen Zweck sowie mögliche Rechtsformen und steuerliche Aspekte genauer erörtern. Wenn Sie darüber nachdenken, eine Stiftung zu gründen, sind Sie hier genau richtig, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Bedeutung und Rolle

Stiftungen nehmen in unserer Gesellschaft eine besondere Rolle ein, die weit über reine Geldverwaltung hinausgeht. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit, dauerhaft positive Veränderungen in verschiedenen gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereichen anzustoßen. Sie sind somit mehr als nur ein Instrument der Vermögensverwaltung; sie sind aktiv gestaltende Einheiten, die zur Verbesserung der Lebensumstände beitragen können.

Familienstiftungen zum Beispiel sind darauf ausgerichtet, das Familienvermögen über Generationen hinweg zu bewahren und zu mehren. Ihre Zwecke sind meist darauf fokussiert, die Familie finanziell abzusichern und gleichzeitig soziale oder bildungsfördernde Projekte zu unterstützen. Im Gegensatz dazu verfolgen gemeinnützige Stiftungen oft soziale, kulturelle oder wissenschaftliche Ziele. Sie dienen explizit einem gemeinnützigen Zweck und sind dementsprechend steuerbegünstigt.

Aber jede Stiftungsform, ob Familienstiftung, Stiftungsverein oder andere, hat ihre eigene spezifische Rolle und Bedeutung, die durch den Stiftungszweck definiert wird. Der Stifter legt diesen Zweck fest und damit auch die Richtung, in welche die Stiftung wirken soll. Durch die Vielfalt der möglichen Zwecke wird deutlich, wie variabel und anpassungsfähig Stiftungen als Instrumente gesellschaftlicher Veränderung sein können. So wird jeder Stifter zum Architekten einer besseren Zukunft, innerhalb der von ihm festgelegten Spielregeln.

Gründe für eine Stiftung

Die Gründe für die Errichtung einer Stiftung können vielfältig sein und hängen stark von den individuellen Zielen und Umständen des Stifters ab. Vorteile, die häufig zur Gründung einer Stiftung führen, sind unter anderem der Vermögensschutz und die langfristige Absicherung des Familienvermögens. Insbesondere in Unternehmerfamilien kann eine Stiftung dazu dienen, das Unternehmensvermögen und dessen Erträge gezielt für die nächste Generation oder für spezielle Unternehmensziele einzusetzen.

Stiftungen können auch für gemeinnützige Zwecke errichtet werden, beispielsweise um soziale, kulturelle oder wissenschaftliche Projekte zu fördern. Hier profitieren Stifter von steuerlichen Vorteilen, die mit der Verfolgung eines gemeinnützigen Zwecks einhergehen.

Darüber hinaus bietet die Stiftungsform die Möglichkeit, Vermögenswerte vor Zugriffen von Dritten zu schützen, sei es durch wirtschaftliche Schwankungen, familiäre Streitigkeiten oder andere Risiken. Durch klare Satzungsregelungen kann der Stifter dafür sorgen, dass das Vermögen auch in Zukunft im Sinne seiner ursprünglichen Intention verwaltet wird. Dies macht die Stiftungsgründung zu einem attraktiven Instrument für Unternehmen, Familienmitglieder und alle, die einen dauerhaften positiven Einfluss ausüben möchten.

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Zweck einer Stiftung

Der Zweck einer Stiftung ist das Fundament, auf dem alle weiteren Aktivitäten und Entscheidungen aufbauen. Dieser Zweck wird vom Stifter bei der Errichtung der Stiftung festgelegt und in der Satzung verankert. Er definiert, in welchen Bereichen die Stiftung tätig werden soll.

Es ist wichtig, den Stiftungszweck präzise zu formulieren, denn er legt die Leitlinien für die Tätigkeiten und die Vermögensverwaltung der Stiftung fest. Ein klar umrissener Zweck ermöglicht es, die Aktivitäten und Projekte der Stiftung effektiv zu steuern und potenzielle Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Ebenso hat der Stiftungszweck steuerliche Implikationen; eine gemeinnützige Ausrichtung kann beispielsweise steuerliche Vorteile mit sich bringen.

Der Stiftungszweck ist also mehr als eine Formalität; er ist die DNA der Stiftung und bestimmt, wie sie sich entwickelt, welche Wirkung sie erzielt und wie sie zur Gesellschaft beiträgt.

Mögliche Rechtsformen der Stiftung

Die Wahl der passenden Rechtsform ist ein entscheidender Schritt bei der Gründung einer Stiftung und sollte sorgfältig überlegt sein. In Deutschland sind die gängigsten Rechtsformen die Stiftung des bürgerlichen Rechts und die Treuhandstiftung. Erstere ist eine selbstständige Stiftung mit eigenem Vermögen, die nach staatlicher Anerkennung als rechtsfähig gilt. Bei der Treuhandstiftung hingegen bleibt das Vermögen im Eigentum des Treuhänders, der es im Sinne des Stiftungszwecks verwaltet.

Eine weitere Option ist die Stiftungs-GmbH, die insbesondere bei komplexeren Vermögensstrukturen oder unternehmerischen Zielsetzungen zum Einsatz kommen kann. Während die Kapitalausstattung bei einer Stiftung des bürgerlichen Rechts oft gesetzlich geregelt ist, sind die Anforderungen bei einer Treuhandstiftung oder einer Stiftungs-GmbH flexibler.

Unabhängig von der gewählten Rechtsform sind die Stiftungsorgane für die Verwaltung und Umsetzung des Stiftungszwecks verantwortlich. Diese können je nach Satzung unterschiedlich aufgestellt sein und haben jeweils spezifische Aufgaben und Pflichten.

Steuerliche Aspekte, die es in einer Stiftung zu beachten gilt

Die steuerlichen Aspekte sind ein wichtiger Faktor bei der Planung und Führung einer Stiftung. Insbesondere, wenn die Stiftung gemeinnützige Ziele verfolgt, können Steuervorteile erzielt werden. Hierzu muss die Stiftung bestimmte Kriterien erfüllen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt werden. Dann können sowohl die Kapitalausstattung der Stiftung als auch die daraus generierten Einkünfte steuerbegünstigt sein.

Aber Vorsicht: Die Stiftungsorgane müssen sicherstellen, dass die Mittel der Stiftung tatsächlich und ausschließlich für den festgelegten Stiftungszweck verwendet werden. Verstöße können nicht nur den Verlust der Steuervorteile, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Darüber hinaus sollten bei der Geldanlage steuerliche Überlegungen eine Rolle spielen. Denn nicht jede Form der Geldanlage ist steuereffizient. Oftmals empfiehlt es sich, hierfür Expertenrat einzuholen, um das Vermögen der Stiftung optimal zu steuern und die steuerlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Familienstiftung gründen

Die Gründung einer Familienstiftung ist ein komplexes, aber zugleich lohnendes Unterfangen. Familienstiftungen dienen nicht nur dem Vermögensschutz, sondern auch der Vermögensweitergabe an nachfolgende Generationen. Als Stifter oder Stifterin haben Sie die Möglichkeit, durch eine rechtsfähige Stiftung, Ihren Nachkommen und vielleicht auch gemeinnützigen Zwecken nachhaltig zu unterstützen.

Es gibt jedoch einige wichtige Aspekte, die sorgfältig bedacht werden müssen. Das Verfahren zur Gründung ist streng reguliert und erfordert die Erstellung einer präzisen Stiftungssatzung. In den nachfolgenden Abschnitten werden wir uns mit den notwendigen Unterlagen wie Satzung und Geschäftsordnung, dem Aufbau des Stiftungsvermögens und den behördlichen Genehmigungen befassen.

Wir empfehlen immer, sich umfassend beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass die Familienstiftung den Bedürfnissen und Zielen der Stifterfamilie entspricht.

Notwendige Unterlagen – Satzung / Geschäftsordnung

Die Erstellung der notwendigen Unterlagen ist ein kritischer Schritt beim Stiftung gründen. Zwei der wichtigsten Dokumente sind die Stiftungsurkunde und die Stiftungssatzung. Die Stiftungsurkunde ist das Gründungsdokument und enthält wesentliche Informationen wie den Namen der Stiftung, den Zweck und die grundlegende Kapitalausstattung. Die Stiftungssatzung hingegen ist ein detailliertes Regelwerk, das die internen Abläufe, die Rechte und Pflichten der Stiftungsorgane und weitere wichtige Aspekte festlegt.

Beide Dokumente müssen sorgfältig ausgearbeitet werden, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Stiftung eng mit einem bestehenden Unternehmen verknüpft ist. Denn die Satzung muss dann auch in Einklang mit den Bedürfnissen und Zielen des Unternehmens stehen.

Vermögensaufbau

Der Vermögensaufbau einer Stiftung ist einer der wichtigsten Schritte und oft ein generationenübergreifendes Projekt für Stifter. Der Wert des Stiftungsvermögens dient als Grundlage für die Erfüllung des Stiftungszwecks und wird von der Stiftungsaufsicht sorgfältig überwacht. Wer eine Stiftung gründen möchte, muss daher ein solides Konzept für den Vermögensaufbau entwickeln, das sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele berücksichtigt.

Ein gut durchdachter Plan für den Vermögensaufbau ist nicht nur eine Empfehlung, sondern essenziell für die langfristige Stabilität und Wirksamkeit der Stiftungsarbeit. In ersten Schritten sollten Stifter klare Richtlinien für die Verwaltung und Anlage des Stiftungsvermögens festlegen. Dies ist vor allem deshalb von Bedeutung, weil das Vermögen der Stiftung oft über mehrere Generationen hinweg aufgebaut und verwaltet wird. Daher ist es unerlässlich, eine Strategie zu entwickeln, die Nachhaltigkeit und langfristiges Wachstum im Fokus hat.

Anerkennung und Genehmigung

Die Anerkennung und Genehmigung einer Stiftung sind wichtige Meilensteine im Rahmen des Stiftungsgeschäfts. Diese Schritte legitimieren die Stiftung in den Augen der Öffentlichkeit und der Behörden. Insbesondere bei Stiftungen, die als Instrument der Vermögensnachfolge eingesetzt werden, ist die offizielle Genehmigung entscheidend. Sie verschafft den Stiftungsorganen die rechtliche Grundlage, um das Stiftungsvermögen im Sinne des Stiftungszwecks zu verwalten.

Das Genehmigungsverfahren unterscheidet sich je nach Stiftungsform und den beteiligten Behörden. Üblicherweise ist eine genaue Prüfung des Stiftungsvermögens sowie der Satzung erforderlich. Auch die Erben und anderen Bürger, die von der Stiftung profitieren könnten, haben oft ein Interesse an diesem Prozess. Daher ist es ratsam, sich frühzeitig und umfassend zu informieren und gegebenenfalls rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Die korrekte Anerkennung und Genehmigung sind entscheidend für den Erfolg und die Rechtsfähigkeit der Stiftung.

Stiftung gründen: Kosten

Die Gründung einer Stiftung ist mit verschiedenen Kosten verbunden, die je nach Stiftungsform variieren können. Für eine Stiftung bürgerlichen Rechts beispielsweise muss ein bestimmtes Mindeststiftungsvermögen vorhanden sein, dessen Höhe je nach Bundesland unterschiedlich sein kann. Hinzu kommen Gebühren für notarielle Beurkundungen, Anmeldung beim Stiftungsregister und gegebenenfalls die Kosten für eine steuerliche und rechtliche Beratung.

Es ist ratsam, frühzeitig eine detaillierte Kostenaufstellung zu erstellen, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden. Denn neben den offensichtlichen Kosten können auch versteckte Ausgaben anfallen, etwa für die Erstellung einer professionellen Stiftungssatzung oder für die laufende Verwaltung des Stiftungsvermögens. Ebenso sollten mögliche Fragen zur Kapitalausstattung und zur langfristigen Finanzierung der Stiftungsarbeit geklärt werden. Mit einer umfassenden Planung lässt sich sicherstellen, dass alle finanziellen Aspekte der Stiftungsgründung berücksichtigt sind.

Wie gründet man eine Stiftung

Die Gründung einer Stiftung ist ein mehrstufiger Prozess, der sorgfältige Planung und Beratung erfordert. Zunächst sollten die Stifter oder Stifterfamilien klare Ziele und Absichten für die Stiftung definieren. Diese werden dann in der Stiftungssatzung festgehalten, die das grundlegende “Stiftungsgeschäft” bildet. Sie enthält wesentliche Angaben wie den Stiftungszweck, die Organstruktur und die Verwendung des Stiftungsvermögens.

Die Wahl der Organe der Stiftung ist ein entscheidender Schritt. Sie sind für die Verwaltung des Stiftungsvermögens und die Umsetzung des Stiftungszwecks verantwortlich. Häufig sind auch Familienmitglieder in diesen Organen vertreten, um die familiäre Idee der Stiftung beizubehalten.

Nachdem alle Dokumente erstellt und alle Fragen geklärt sind, erfolgt die eigentliche Stiftungsgründung durch eine notarielle Beurkundung. Anschließend muss die Stiftung von der zuständigen Stiftungsaufsicht genehmigt werden, bevor sie rechtsfähig wird. Es ist empfehlenswert, für diesen komplexen Prozess fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen.

Ablauf der Gründung

Die Gründung einer Familienstiftung folgt einem wohlüberlegten Ablauf, der mehrere Schlüsselschritte beinhaltet:

  1. Beratung und Planung: Vor der Gründung ist eine gründliche rechtliche und steuerliche Beratung essenziell. Ziel ist es, den Rahmen und die Struktur der Stiftung klar zu definieren.
  2. Erstellung der Stiftungssatzung: In diesem Dokument wird alles an wichtigen Aspekten wie der Stiftungszweck, das Stiftungsvermögen und die Organstruktur festgelegt.
  3. Notarielle Beurkundung: Die Stiftungssatzung und das Stiftungsvermögen werden durch einen Notar beurkundet. Dies ist ein obligatorischer Schritt für die Gründung der meisten Stiftungsformen.
  4. Genehmigung durch die Stiftungsbehörde: Nach der notariellen Beurkundung muss die Stiftung bei der zuständigen Stiftungsbehörde zur Genehmigung eingereicht werden.
  5. Eintragung und Anerkennung: Nach erfolgreicher Genehmigung durch die Stiftungsbehörde wird die Stiftung in das Stiftungsverzeichnis eingetragen und erhält ihre Rechtsfähigkeit.

Dies sind die grundlegenden Schritte im Ablauf der Stiftungsgründung. Dabei ist jeder Schritt entscheidend, um die Langlebigkeit und den Erfolg der Familienstiftung sicherzustellen.

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Wie funktionieren Stiftungen

Stiftungen funktionieren als eigenständige juristische Einheit, die von einem oder mehreren Stiftern ins Leben gerufen wird. Das Ziel ist es in der Regel, bestimmte soziale, kulturelle oder wissenschaftliche Aufgaben zu fördern. Familienstiftungen sind eine besondere Form der Stiftungen, die vor allem zur Verwaltung und zum Schutz des Familienvermögens dienen.

Im Zentrum der Stiftungsstruktur stehen die Stiftungsorgane, die die Entscheidungen treffen und die Geschicke der Stiftung lenken. Sie sind in der Stiftungssatzung definiert und handeln stets im Sinne des festgelegten Stiftungszwecks.

Stifter und Stiftern legen das Stiftungsvermögen fest, welches die finanzielle Grundlage der Stiftungsarbeit bildet. Dieses Vermögen bleibt im Besitz der Stiftung und wird von den Stiftungsorganen verwaltet, um den Stiftungszweck zu erfüllen.

Familienstiftungen ermöglichen eine strukturierte Weitergabe des Familienvermögens über Generationen hinweg. Durch die klare Definition des Stiftungszwecks und die sorgfältige Auswahl der Stiftungsorgane kann langfristig sichergestellt werden, dass das Vermögen im Sinne der Stifterfamilie genutzt wird.

In der Gesamtheit bieten Stiftungen und insbesondere Familienstiftungen eine effektive und nachhaltige Möglichkeit, Vermögen zielgerichtet einzusetzen und soziale oder familiäre Ziele zu verfolgen.

Vor- und Nachteile von Stiftungen

Die Entscheidung, eine Stiftung zu gründen, sollte sorgfältig überlegt sein. Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile:

Vorteile: Nachteile:
  1. Vermögensschutz: Durch die Trennung von persönlichem und Stiftungsvermögen kann eine gezielte Vermögensplanung erfolgen.
  2. Steuervorteile: Vor allem Stiftungen mit gemeinnützigen Zielen genießen steuerliche Vorteile. Dies kann die Steuerlast erheblich mindern.
  3. Kontrolle: Der Stiftungsvorstand hat die Aufsicht und ermöglicht damit eine gewisse Kontrolle über die Verwendung des Vermögens.
  4. Langfristigkeit: Stiftungen sind in der Regel auf Langlebigkeit ausgerichtet und können daher längerfristige Projekte effektiv unterstützen.
  1. Komplexität: Die Errichtung einer Stiftung ist ein komplexer Vorgang, der spezialisierte Beratung erfordert.
  2. Kosten: Die Gründung und Verwaltung einer Stiftung ist oft mit hohen Kosten verbunden.
  3. Unflexibilität: Einmal festgelegte Stiftungszwecke können meist nur schwer geändert werden.
  4. Verwaltungsaufwand: Der laufende Betrieb einer Stiftung erfordert ein hohes Maß an organisatorischem Aufwand, welcher oft unterschätzt wird.

Jede Stiftungsform hat ihre eigenen spezifischen Vor- und Nachteile, daher ist es ratsam, sich im Vorfeld umfassend zu informieren und zu überlegen, ob die Stiftungsform den eigenen Zielen und Vorstellungen entspricht.

Schlussfolgerung

Abschließend lässt sich sagen, dass die Gründung einer Stiftung eine weitreichende Entscheidung ist, die sorgfältige Planung und Überlegung erfordert. Die Wahl der passenden Stiftungsform, die Einbeziehung von Steueraspekten sowie die Festlegung des Stiftungszwecks sind nur einige der vielen Faktoren, die berücksichtigt werden müssen.

Es ist empfehlenswert, sich umfassend zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, um sicherzustellen, dass die Stiftung den eigenen Zielen und Anforderungen gerecht wird. Stiftungen bieten zahlreiche Möglichkeiten, sowohl für den Vermögensschutz als auch für das Erreichen gemeinnütziger Ziele, jedoch sind sie auch mit einer Reihe von Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten verbunden.