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20 Kaufinteressenten durch eine gute Vorbereitung der Unternehmensnachfolge

Letzte Aktualisierung des Artikels am 18. März 2021 von Danilo Manca

Teaser Interview von Unternehmer Stepacher zur Vorbereitung der UnternehemensnachfolgeBei diesem Interview wird klar, was eine intensive Vorbereitung der Unternehmensnachfolge bringen kann. Ein Interview voll gepackt mit hoch wertvollen Tipps. Herr Steppacher entwickelte sich vom Angestellten zum Unternehmer, um das Produkt, an dem er bereits arbeitete, im eigenen Unternehmen zu verbessern.

Der erste Verkauf scheiterte. Der zweite Anlauf überzeugte durch eine absolut wasserdichte Vorbereitung. Daraus resultierten 20 Bewerbungen, 4 brauchbare Interessenten und ein Verkaufspreis mit dem alle Beteiligten sehr zufrieden sein konnten. Ein Interview, dass Sie auf keinen Fall verpassen sollten.

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1:15 Hr. Steppacher ist ehemaliger Inhaber der Firma Test-Step Prüfmittel GmbH in Konstanz, die Prüfmittel für die Elektronik-Industrie herstellt und die er 25 Jahre lang begeistert geführt hat. Die Übergabe erfolgte in 2009.

Ab 2:00 Begrüßung und Einstieg in das Interview… Warum wollten Sie verkaufen? Der Grund zum Verkauf ergab sich aus dem Unternehmer sein heraus. Warum nur Produkte verkaufen, wenn man auch sein ganzes Unternehmen verkaufen könnte. So reifte der Gedanke einige Jahre bis zum Verkauf. Die Kinder kamen als Nachfolger nicht in Frage.

7:05 Die Suche nach einem Käufer schien im ersten Moment erfolgreich zu laufen. Doch dann platzte der Verkauf in letzter Sekunde.

8:00 Im zweiten Anlauf kamen aufgrund der akribischen Vorbereitung der Unternehmensnachfolge viele Bewerbungen zusammen. Die Hälfte davon war tatsächlich brauchbar.

9:20 Die Schwierigkeit einen Käufer zu finden ergab sich daraus, zu prüfen, welcher der Bewerber der Richtige sein könnte, also wer tatsächlich in der Lage sei, die Firma zu übernehmen.

9:50 Der schwierigste Teil war jedoch, die Firma am Markt „anzubieten“. Dazu empfiehlt Hr. Steppacher:

  • Ehrlich zu sich selber sein
  • Die Firma mit allen Stärken und auch Schwächen darstellen
  • Die Firma nicht nur aus der eigenen Brille sehen

11:00 Damit Hr. Steppacher die Firma nicht nur aus der eigenen Perspektive betrachten konnte, hat er sich externen Rat eingeholt. Die Hilfe einer externen Unternehmensberatung hat sich als „sehr, sehr wichtiger Punkt erwiesen“, so Steppacher. Es blieben keine Fragen offen für den Unternehmensnachfolger. Zudem hat das die Vorbereitung der Unternehmensnachfolge extrem vereinfacht.

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13:00 Der gesamte Prozess der Unternehmensnachfolge hat 5 Jahre in Anspruch genommen. Die Zeit sollte sich auch jeder Unternehmer einplanen.

13:40 Der Verkaufspreis bewegte sich theoretisch zwischen 250.000 und 1,3 Mio. Euro. Hr. Steppacher hatte sich einen Preisrahmen als Ziel gesetzt. Das Ergebnis der Verhandlungen war sehr zufriedenstellend. Die akribische Vorarbeite hatte sich gelohnt.

16:00 Maßnahmen zur Wertsteigerung der Firma war nicht notwendig, weil sich die Firma bereits in einem guten Zustand befand.

Die Vorbereitung der Unternehmensnachfolge aus Verantwortung gegenüber der Mitarbeiter

16:40 Zur Vorbereitung der Übergabefähigkeit, wurden hauptsächlich Planungen unternommen, die dafür sorgen sollten, dass die Mitarbeiter weiterhin eine sichere Zukunft in der Firma haben.

17:45 Für die Unternehmensbewertung hatte Hr. Steppacher selbst recherchiert. Die tatsächliche Bewertung wurde dann jedoch von einer Unternehmensberatung durchgeführt. So ergab sich ein fairer Preis, mit dem alle Beteiligten zufrieden sein konnten.

18:40 Das Unternehmen wurde für den Verkauf nicht groß verändert. Der Fokus lag auf eine gute Vorbereitung aller Dokumente.

19:44 Lohnt es sich dennoch die Firma für die Nachfolge zu verändern? „Es kommt auf den gesuchten Nachfolger an.“, „…wenn der Unternehmer sich weitestgehend rausgelöst hat aus der Firma, ergeben sich viel mehr potenzielle Nachfolger, weil das Geschäft nicht mehr am Unternehmer hängt.“, so Prof. Dr. Wassermann vom Unternehmer Radio.

21:30 Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter wurden früh eingeweiht. Die Verkaufsabsicht zurückzuhalten hält Hr. Steppacher sogar tatsächlich für „Blödsinn“. Es muss doch jedem klar sein, dass die Firma irgendwann verkauft werden muss und das das frühzeitig vorbereitet werden sollte, denn:

  • Kunden brauchen die Sicherheit, dass sie weiterhin Produkte beziehen können
  • Mitarbeiter brauchen Sicherheit, dass sie weiterhin einen Arbeitsplatz haben
  • Lieferanten brauchen Sicherheit, dass weiterhin Waren abgenommen werden

24:45 Die außergewöhnlich komfortable Situation, die sich aus einer guten Vorbereitung der Unternehmensnachfolge ergab, sah wie folgt aus: Aus 20 Bewerbungen konnten 10 direkt aussortiert werden. Nahezu 10 potenzielle Nachfolger hatten ausreichend technisches Verständnis, um den Betrieb zu übernehmen. 6 von diesen 10 konnten den Kaufpreis nicht finanzieren. 4 Bewerber blieben übrig, aus denen nun der beste Nachfolger gefunden werden musste.

26:22 Der Kaufpreis war zum Schluss nicht mehr ausschlaggebend. Vielmehr ging es Hr. Steppacher um die Verantwortung für die Mitarbeiter und die Zukunft der Firma. Der Betrieb sollte in sichere Hände übergeben werden.

26:45 Der Tipp von Hr. Steppacher: Professionellen Rat einholen und die Firma mit allen Vor- und Nachteilen darstellen. So entstand über 5 Jahre eine sehr überzeugende Verkaufsmappe (Firmen-Exposé) und am Ende eine „Flut“ von Kaufinteressenten, wodurch eine sehr erfolgreiche Nachfolge entstanden ist.

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