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Episode #048: Nachfolge im Handwerk

Letzte Aktualisierung des Artikels am 16. März 2021 von Danilo Manca

Wie gestaltet sich die Nachfolge im Handwerk? Heute hatten wir eine Nachfolgemoderatorin aus der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade zu Gast, die uns dazu Antworten geben konnte. Frau Otte-Kotulla gab uns Einblick in das umfassende Angebot zur Unterstützung von Handwerksbetrieben bei der Nachfolge. Ihr Aufgabengebiet: Sensibilisieren von Unternehmer und Nachfolger über die Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge, beraten und sogar  Begleitung bei der Nachfolge.

Das Sensibilisieren ist besonders von Nöten weil:

  • Demographischer Wandel: Es stehen weniger junge Menschen als potenzielle Nachfolger nachrücken
  • Wertewandel: Heute hat Freizeit und das Privatleben einen höheren Stellenwert bekommen, Stichwort “Work-Live-Balance”
  • steigende Rate der Abiturabsolventen, die erst später ins Handwerk gehen könnten, aber darüber muss aufgeklärt werden

Bei der Nachfolge im Handwerk, gibt es Besonderheiten.

Daher bietet sich ein breites kostenloses Angebot der Handwerkskammern zur Unterstützungen von Handwerksbetrieben:

  • Informationsveranstaltungen mit Fachberater wie z.B. Steuerberater und Rechtsanwälte
  • Workshops zum Thema Nachfolge
  • Entwicklung eines Zeitplans für die individuelle Nachfolge
  • Moderation zwischen Nachfolger und Unternehmer
  • Fachliche Unterstützung durch Fachberater aus dem eigenen Haus
  • Finden eines Nachfolgers

Gratis Vorlagen-Paket für den Unternehmensverkauf

EXIT-Vorlagen Paket übersicht bild

Mit 7 Vorlagen (teilweise vorausgefüllt) zur Vorbereitung der Verkaufsunterlagen für den Unternehmensverkauf:

  1. Due Diligence Checkliste
  2. Finance Report (Excel)
  3. Firmen-Exposé (Word)
  4. NDA-Vertrag (Word)
  5. Firmen-Inserat (Word)
  6. Letter of Intent (Word)
  7. Vorgehensplan (PDF)


Momentan ist für Nachfolger eine sehr gute Zeit für Käufe im Handwerk! Die Auftragslage ist gut und es gibt wesentlich weniger Käufer als Übergeber.

Fr. Otte-Kotulla empfiehlt Unternehmern, sich mit 55 Jahren den ersten Gedanken an die Nachfolge zu starten, damit man den passenden Nachfolger finden und aufbauen kann. Aber auch, damit das Unternehmen, dementsprechend vorbereitet werden kann, da Handwerksbetriebe aufgrund ihrer Auslastung nicht selten in einen Investitionsstau geraten.

Als moderner Betrieb mit gut gewarteten Maschinen, lässt sich in der aktuellen Marktsituation, in der es wesentlich mehr zu übernehmende Betriebe als Nachfolger gibt, wesentlich leichter ein Nachfolger finden.

Die Modernität und Attraktivität eines Unternehmens, drückt sich für den Nachfolger auch in Sachen Digitalisierung aus. Der junge Nachfolger sollte sich nicht einem zu Hohen Nachholbedarf an Modernisierung ausgesetzt fühlen.

Auch wenn es den handwerklichen Betrieben von der Auftragslage gut geht, sollte sich bei der Nachfolge im Handwerk nicht erst um die Übertragung gekümmert werden, wenn die Marktsituation sich wieder verschlechtert.

Die beiden größten Herausforderungen bei der Nachfolge im Handwerk, die Fr. Otte-Kotulla bei der Übergabe feststellen kann, sind meist persönliche Aspekte wie:

  • Respekt: Sowohl beim Übergeber für die jüngere Denkweise des Nachfolgers als auch beim Nachfolger für das geschaffene Lebenswerk des Unternehmers
  • Konflikte im Rahmen der Preisverhandlung, bei der ein objektiver Blick eines Nachfolgemoderators helfen kann

Die Nachfolge im Handwerk hat unterschiedliche Formen

Die möglicherweise einfachste Gestaltung der Nachfolge, besonders für den kleinere Betriebe, stellt die firmeninterne Nachfolge dar, bei der ein Geselle oder Meister den Betrieb übernimmt. Der große Vorteil dabei: Der Nachfolger kennt bereits die Mitarbeiter, den Betrieb und auch die Kunden.

Neben dem internen Aufbau eines Meisters als Nachfolger, ist außerdem zu beobachten, dass studierte Ingenieure zunehmend als Nachfolger in Frage kommen und durchaus häufig in der Lage sind dem Betrieb durch ihre Ideen einen neuen Aufschwung zu verleihen.

Der strategische Zukauf durch andere Unternehmen aus der Branche ist außerdem zunehmend zu beobachten. Das Motiv dahinter ist allerdings oft nicht die Fortführung des Unternehmens, sondern die Übernahme der Mitarbeiter.

Der Vollständigkeit halber, sei natürlich auch die familieninterne Nachfolge sowie die Übernahme durch einen externen Nachfolger erwähnt. Beide Formen gestalten sich im Vergleich doch meist etwas schwieriger.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

Webseite der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade: www.hwk-bls.de
Nachfolge Blog: www.nachfolge-handwerk.de
Facebook: https://www.facebook.com/nachfolgeimhandwerk/

Gratis Vorlagen-Paket für den Unternehmensverkauf

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  1. Due Diligence Checkliste
  2. Finance Report (Excel)
  3. Firmen-Exposé (Word)
  4. NDA-Vertrag (Word)
  5. Firmen-Inserat (Word)
  6. Letter of Intent (Word)
  7. Vorgehensplan (PDF)