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Nachfolgeplanung: Das gratis Beratungsangebot der IHK Nachfolgeberater

Letzte Aktualisierung des Artikels am 9. März 2021 von Danilo Manca

Nachdem wir gezeigt haben, wie wichtig es ist, das Unternehmen auf die Nachfolge vor zu bereiten, bietet das Interview mit Uwe-Peter Becker einen weiteren Anhaltspunkt. Denn in erster Linie sollte der Unternehmer vorbereitet sein! So enthält die richtige Nachfolgeplanung auch ein selbst ernanntes Ziel. In seiner Funktion als Nachfolgemoderator bei der IHK Lüneburg-Wolfsburg entlockt Becker Unternehmern versteckte Überlegungen.

01:20 Vorstellung und Begrüßung von Herrn Becker.

01:39 Was ist ein Nachfolgemoderator?

02:48 Herr Becker konfrontiert Unternehmer/innen mit dem Thema Unternehmensnachfolge. Nach vorliegenden Daten bei der IHK geht er auf die Firmeninhaber zu. Wie auch andere Gegebenheiten (Alter, Krankheit etc.) soll diese Konfrontation als Auslöser dienen, sich mit der Nachfolge zu beschäftigen.

04:27 Dabei ist er im Gebiet der  IHK Lüneburg/ Wolfsburg beratend. Nachdem der Kontakt zu Unternehmern aufgenommen wurde, kommt es zum ersten Termin. Doch nicht das Unternehmen wird von Becker beraten, sondern in erster Linie erst einmal der Unternehmer selbst.

06:29 Seiner Meinung nach, befassen sich nach und nach mehr Menschen mit dem Thema Nachfolge, da immer mehr erweiterte Konfrontationen auftreten.

07:10 Trotzdem ist der Zeitpunkt der eigentlichen Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld sehr durchmischt. So bezeichnet Becker einen ehemaligen Kunden im Alter von 45 Jahren eher als Einzelfall. In der Regel beginnt die Ansprache auch erst ab 55 Jahren.

08:12 Wenn es zum Treffen mit dem Unternehmer kommt, ist der erste Schritt der Neugierde quasi schon erfüllt. Tatsächlich kommt Klartext gut an – denn der Unternehmer erhält einen neuen Blickwinkel

09:31 Gibt es Auslöser, die das Interesse wecken? Alleine die Chance mit jemandem zu sprechen, der nicht in Tagesgeschäft verstrickt ist, punktet. Zwar soll das Unternehmen gut vorbereitet in die Nachfolge gehen, doch zunächst geht es um den Unternehmer selbst. Wo soll es wirklich hingehen?

10:55 Wie sind die Reaktionen? In der Regel sind die Unternehmer begeistert, dass nicht über Standards gesprochen wird. Stattdessen werden die Dinge eben mal beim Namen benannt. Wenn ein Unternehmer also angibt, sich nach der Firmenübergabe dem Garten widmen zu wollen, kann Becker nur lächeln. Gartenarbeit, 12 Stunden am Tag, 5 Mal die Woche? Das müsste dann aber ein großer Garten sein. Und genau so, kommt der Unternehmer dazu, sich wirklich mit sich selbst zu beschäftigen. Jahre lang ging es um die Firma, nun steht eine neue Herausforderung an: man selbst.

12:16 Die Betrachtung der möglichen Zukunft nach der Nachfolge ist ein reizvoller Ansatz

13:09 Becker ist zufrieden, jeden Tag lernt er etwas Neues kennen. Kein Unternehmen und kein Unternehmer sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Als oberstes Gebot für seine Arbeit sieht er die Vertrauensbasis.

16:02 Die potenziellen Nachfolger sind nicht bei der IHK gelistet. So suchen diese andere Wege, über Unternehmensbörsen im Internet oder direkt über die nexxt-change Börse. Insgesamt ebnet Becker den Weg, danach kommt die fachliche Beratung.

19:10 Ganz gleich, ob Nachfolger oder Unternehmer, für beide Seiten besteht Vertraulichkeit.

21:05 Nicht die Nachfolge an sich benötigt oft die längste Zeit, sondern die Phase des Bewusstwerdens. Bis der Schalter wirklich umgelegt ist, kann es dauern. Deswegen und weil auch mal etwas nicht ganz so wie geplant laufen kann, ist eine rechtzeitige Nachfolgeplanung wichtig.

22:39 Becker selbst berät nicht, ob das Unternehmen in einem übergabefähigen Zustand ist, dafür gibt es fachliche andere Berater. Doch er gibt die erste Orientierung, die den Nachfolgefahrplan entscheidend bestimmt.

Vorlagen-Paket für den Unternehmensverkauf

Vorschaubild von Vorlagen zum Unternehmensverkauf

7 Verkaufsvorlagen:

  1. Due Diligence Checkliste (PDF)
  2. Finance Report (Excel)
  3. Firmen-Exposé (Word)
  4. NDA-Vertrag (Word)
  5. Firmen-Inserat (Word)
  6. Letter of Intent (Word)
  7. Vorgehensplan (PDF)


31:08 Der Tipp von Becker: Unbedingt rechtzeitig mit der Nachfolgeplanung beginnen! So sind die Handlungsoptionen größer. Dabei geht es nicht direkt um eine Bekanntmachung in der Firma, sondern allein darum, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

32:26 Definitiv am wichtigsten ist nach Becker, zunächst zu wissen, wo es hingehen soll. Denn selbst das beste Navi bringt nichts, wenn man sein Ziel nicht kennt.

33:46 Verabschiedung.

34:18 Holger Wassermann lobt diese Vorgehensweise der IHK und stimmt ebenfalls zu, dass ein Mitarbeiter wie Becker extrem wertvoll ist. Denn seine eigene Leidenschaft verkörpert genau das, was die Nachfolge letztendlich ist: eine Herzensangelegenheit.

Falls Sie aus dem Raum der IHK Lüneburg-Wolfsburg kommen, können Sie sich gerne an Herrn Becker wenden.